{"id":431,"date":"2020-11-21T07:43:46","date_gmt":"2020-11-21T07:43:46","guid":{"rendered":"http:\/\/oratorium-ingolstadt.de\/?page_id=431"},"modified":"2020-11-21T07:59:01","modified_gmt":"2020-11-21T07:59:01","slug":"faq-haeufig-gestellte-fragen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/oratorium-ingolstadt.de\/?page_id=431","title":{"rendered":"FAQ \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen"},"content":{"rendered":"\n<ul><li>Warum hei\u00dft ihr Vor-Oratorium? \u2013 Wir sind ein Haus in Gr\u00fcndung. Seit September 2015 leben wir zusammen im Pfarrhaus von St. Josef in Ingolstadt. Die Konstitutionen verlangen als Mindestvoraussetzungen zur kanonischen Errichtung eines Oratoriums, dass mindestens vier Mitbr\u00fcder, von denen zwei Priester sein m\u00fcssen, mindestens sechs Jahre eine \u201evita communis f\u00fchren.<\/li><li>Wann f\u00e4llt das \u201eVor\u201c weg? \u2013 Fr\u00fchestens im Herbst 2021. Letztendlich ist es eine Ermessensentscheidung des Generalprokurators. Je mehr Mitglieder wir haben, je j\u00fcnger wir sind und je besser wir in Ingolstadt verwurzelt sind, desto leichter wird es gehen.<\/li><li>Was sind eure Erwartungen an meinen Besuch? \u2013 Grunds\u00e4tzlich geht es um ein erstes Kennenlernen. Man merkt normalerweise relativ schnell, ob einem ein Ort und eine Gemeinschaft liegt oder nicht. Die entscheidende Frage f\u00fcr alle ist: Was ist der Plan Gottes f\u00fcr dich? Das braucht manchmal etwas mehr Zeit.<\/li><li>Was erwartest du dir von deinem Besuch? \u2013 Neben dem Kennenlernen der einzelnen Mitglieder unseres Vor-Oratorium sollte f\u00fcr dich klar werden, was du in unserer Gemeinschaft suchst. Zun\u00e4chst geht es um die Berufung in die konkrete Gemeinschaft an einem konkreten Ort mit konkreten Mitbr\u00fcder. Erst im zweiten Schritt stellt sich die Frage nach dem Priestertum und dem Apostolat.<\/li><li>Wie schaut Euer Tagesablauf aus? \u2013 Wir starten um 6.15 Uhr mit einer Stunde Morgengebet in den Tag: Auf den lateinischen Angelus folgt eine halbe Stunde Stille. Dann beten wir die Laudes und tauschen uns schlie\u00dflich \u00fcber das Tagesevangelium aus. Nach dem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck geht jeder seinen Diensten nach. Nach M\u00f6glichkeit findet das (f\u00f6rmliche) Mittagessen gemeinsam statt. Den Tag schlie\u00dfen sodann um 21 Uhr eine Zeit der Stille und die Komplet ab.<\/li><li>Welche Berufungen gibt es im Oratorium? \u2013 Von Philipp her gab es immer beides im Haus, Priester und Laienbr\u00fcder. Die Fassung des englischen Oratoriums von Newman her legte den Akzent st\u00e4rker auf eine Gemeinschaft von Priester-Gentlemen. Wir sind sehr an einer Aufnahme von Laienbr\u00fcdern interessiert, weil sie unsere Sicht auf die Welt und die Reichweite unseres Apostolats erheblich erweitern.<\/li><li>Wie viele Besuche sind m\u00f6glich? \u2013 Wir verstehen uns grunds\u00e4tzlich als ein offenes Haus. Wenn Du uns wieder besuchen m\u00f6chtest, nur los. Wir freuen uns.<\/li><li>Wer passt in ein Oratorium? \u2013 Die Berufung zum Oratorium kann man nicht selbst machen. Die Mitbr\u00fcder sollen &#8222;quasi natus&#8220; sein, also gleichsam geboren f\u00fcr ein konkretes Haus, mit all den buckligen Mitbr\u00fcdern.<\/li><li>Wie alt d\u00fcrfen eure Kandidaten sein? \u2013 Die Konstitutionen legen einen Rahmen von 18-45 Jahren fest. Nach dieser Bestimmung sind auch eine schwache Gesundheit und bereits abgelegte Ordensgel\u00fcbde ein Hinderungsgrund.<\/li><li>Was hei\u00dft \u201estabilitas\u201c im Oratorium? \u2013 Weil das Oratorium wie eine Familie funktioniert, muss ich die anderen m\u00f6gen und gern mein Leben bis zum Tod mit ihnen verbringen wollen, an diesem konkreten Ort.<\/li><li>Wodurch pr\u00e4gt sich das Apostolat des Oratoriums? \u2013 Das Oratorium folgt dem Genius loci. Es geht also nicht darum, mit einer Projektidee von au\u00dfen zu kommen, sondern vor Ort an dem anzukn\u00fcpfen, was schon da ist und wie der Heilige Geist sich unser Apostolat vorstellt, nicht wir.<\/li><li>Wie finanziert sich das Oratorium? \u2013 Dem Grundsatz der wirtschaftlichen Selbstversorgung folgend muss jeder Mitbruder sich selbst unterhalten k\u00f6nnen. Wir geben derzeit 30% unseres verf\u00fcgbaren Einkommens in die Gemeinschaft. Anders als klassische Orden lebt die Gemeinschaft von den Br\u00fcdern, nicht anders herum.<\/li><li>Wo sind die Priester des Oratoriums inkardiniert? \u2013 Als Haus in Gr\u00fcndung haben wir kein eigenes Inkardinationsrecht. Die Priester des Oratoriums sind alle in die Di\u00f6zese inkardiniert. Es ist unser aller Wunsch, unter Bischof Gregor Maria kanonisch errichtet zu werden. Auch danach spielen er und seine Nachfolger eine wichtige Rolle f\u00fcr uns, nicht nur, weil sie uns die Einsatzfelder in der Pastoral zuweisen. Letztlich sehen wir unsere Abh\u00e4ngigkeit vom Bischof als einen Teil der g\u00f6ttlichen Vorsehung, in Gemeinschaft mit dem ganzen Klerus der Di\u00f6zese.<\/li><li>Gibt es ein Noviziat? \u2013 Die Aufnahme ins Oratorium gliedert sich in vier Phasen. An eine Phase des Kennenlernens in verschiedenen Besuchen schlie\u00dft sich der sogenannte Gaststatus an. Er dauert drei bis sechs Monate. Danach folgt das Jahr der Ersten Probation, das wie ein Noviziat streng im Haus verbracht werden muss. Am Ende der zwei Jahre der Zweiten Probation steht die endg\u00fcltige Aufnahme ins Oratorium. Insgesamt dauert dieser Prozess bis zur endg\u00fcltigen Aufnahme ins Haus ca. dreieinhalb Jahre.<\/li><li>Wie sind bei euch die Stimmrechte verteilt? \u2013 Ab der endg\u00fcltigen Aufnahme nennt sich ein Mitbruder \u201eTriennale\u201c und hat beratendes Stimmrecht in der Generalkongregation, dem Hauskapitel. Nach sechs Jahren, als \u201eSessanale\u201c, kommt das beschlie\u00dfende Stimmrecht hinzu.<\/li><li>Wie finanziert sich die Zeit der Ausbildung? \u2013 Dem Grundsatz der wirtschaftlichen Selbstversorgung folgend, sollte jeder Kandidat \u00fcber eine eigene Form der Finanzierung verf\u00fcgen und daraus sogar einen Obolus in die Gemeinschaftskasse abgeben. Andererseits ist es wichtig, dass sich kein Kandidat aus finanziellen Gr\u00fcnden in der Freiheit beschneidet, das Oratorium jederzeit wieder verlassen zu k\u00f6nnen. Individuell haben wir noch immer L\u00f6sungen gefunden.<\/li><li>Legt ihr Gel\u00fcbde ab? \u2013 Nein. Der hl. Philipp wollte keinen weiteren Orden gr\u00fcnden. Das Prinzip der oratorianischen Freiheit steht dem entgegen. Stattdessen bekundet jeder Kandidat am Ende der Zweiten Probation seinen Willen, bis zum Tod in der Kongregation zu bleiben. F\u00fcr die Aufrechterhaltung der Willensbekundung beten wir jeden Abend im Gebet um Beharrlichkeit.<\/li><li>Was meint die oratorianische Freiheit? \u2013 Auch wenn wir keine Gel\u00fcbde ablegen, f\u00fchren wir ein geistliches Leben, das von seiner inneren Verbindlichkeit in vielen Punkten dem eines Ordenslebens entspricht (Gehorsam, Keuschheit, Armut). Allerdings handelt es sich bei unserer Willensbekundung um eine Art Selbstverpflichtung ohne kirchenrechtliche Verbindlichkeit. Wir leben eine Freiheit f\u00fcr etwas, nicht von etwas.<\/li><li>Wie versteht ihr den Gehorsam? \u2013 Der Gehorsam bleibt auch f\u00fcr einen Oratorianer das entscheidende Werkzeug in der Ein\u00fcbung der Demut. Es wird immer darum gehen, meine eigenen Meinungen, Urteile und Vorlieben zu \u00fcberwinden, um mich in die Gemeinschaft einzuf\u00fcgen. Am Ende sind wir auf dem Weg zur Heiligkeit. Ansonsten br\u00e4uchte es kein Oratorium in Ingolstadt.<\/li><li>Wie versteht ihr die Armut? \u2013 Anders als bei den Bettelorden hat Philipp den Mitbr\u00fcdern Besitz erlaubt (\u201epossideant\u201c). Uns ist ein Liebe zur schlichten Einfachheit wichtig. Das zeigt sich bereits in der bescheidenen Gr\u00f6\u00dfe unserer \u201eNester\u201c (=Zimmer). Vom frei verf\u00fcgbaren Teil unseres Einkommens h\u00e4ufen wir keine Reicht\u00fcmer auf, sondern setzen es apostolisch sinnvoll ein.<\/li><li>Wie l\u00e4uft der Weg zum Priestertum bei euch? \u2013 Zun\u00e4chst muss die Berufung zum Leben im Oratorium gekl\u00e4rt sein. Anschlie\u00dfend geht der Weg derzeit ausschlie\u00dflich \u00fcber das di\u00f6zesane Priesterseminar Willibaldinum in Eichst\u00e4tt, verbunden mit einem Theologiestudium an der KU Eichst\u00e4tt. Deshalb haben der Regens und der Bischof das entscheidende Wort bei der Aufnahme eines Kandidaten.<\/li><li>Gibt es auch Wege f\u00fcr M\u00e4nner ohne Abitur? \u2013 Die KU Eichst\u00e4tt bietet als Gesamthochschule den einzigartigen Weg, \u00fcber die Aufnahme eines Studiums der Religionsp\u00e4dagogik im zweiten Jahr in die Fachtheologie zu wechseln, ohne Zeitverlust.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum hei\u00dft ihr Vor-Oratorium? \u2013 Wir sind ein Haus in Gr\u00fcndung. Seit September 2015 leben wir zusammen im Pfarrhaus von St. Josef in Ingolstadt. 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